2026-09-06
Irgendwann ist kein He mehr im Kern:
Leichte Sterne unter ca. 4 Sonnenmassen beenden nach dem He-Brennen im Kern jegliche Fusion, fallen zusammen und werden ein weißer Zwerg.
Schwerere Sterne hingegen :
Die Brennzeiten im Kern nehmen rapide ab.
Rest-Masse kleiner 1,4 Sonnenmassen.
Gravitation hat nur noch die Quantenphysik als „Gegenspieler“. Diese verbietet den Elektronen zu große Nähe untereinander (Elektronengas).
Exotische Materie extrem hoher Dichte, keine normalen Atome mehr
Durchmesser: Größenordnung wie Erde, unter 10000km
Rest-Masse zwischen 1,4 und ca. 2,5 Sonnenmassen.
siehe ausführliches Video (14min, nicht alles Stoff…) Pulsar Alpha Centauri.
Gravitation & Druck ist größer als beim weißen Zwerg, so dass die Elektronen in die Atomkerne eindringen und sich je ein Elektron und Proton zu einem Neutron vereinigen (inverser Betazerfall, je ein Neutrino entsteht).
Damit wird schlagartig die gesamte Materie in Neutronen umgesetzt.
Durchmesser: Größenordnung einer Stadt, z.B. 22km
Durch die schnelle Rotation:
Magnetfelder
Strahlung
schmalem Strahlungskegel
Ist die Masse des Sternrests größer als ca. 2,5 Sonnenmassen, so ist
die Gravitation auch für Neutronen zu stark:
Die Materie fällt weiter in sich zusammen. Dabei ändert sich die Masse
nicht, also steigt die Dichte noch weiter an. Der Durchmesser des
Objekts wird sehr klein.
Betrachten wir die bekannte Fluchtgeschwindigkeit \(v_2\):
\[ \bbox[lightyellow,12px] { v_2=\sqrt{\frac{2GM}{r}} }\]
Wird der Radius durch Verkleinerung des Körpers zu klein, so kann die errechnete Fluchtgeschwindigkeit den Wert der Lichtgeschwindigkeit überschreiten!
Der Radius, bei dem genau \(v_2=c\) ist, heißt Schwarzschild-Radius. Setzt man für \(v_2\) die Lichtgeschwindigkeit c ein und löst nach r auf, so erhält man:
\[ \bbox[lightyellow,12px] { r_S=\frac{2GM}{c²}=M \cdot 1,485 \cdot 10^{-27} \frac{m}{kg} }\]
Damit errechnet sich für einige Objekte der Schwarzschild-Radius zu recht kleinen Werten:
Sobald der Radius eines Objekts kleiner als sein Schwarzschild-Radius ist, ist es ein Schwarzes Loch.
(Schwarze Löcher sind die Objekte, welche in die gedachte Kugel mit ihrem Schwarzschildradius passen)
Wie bemerkt man nun stellare Schwarze Löcher? An ihrer Aussenwirkung, der Gravitation!
Schwarze Löcher können einen Partner in einem Doppelsternsystem haben und über diesen indirekt nachweisbar sein. Schwarze Löcher können Materie (Gas, Staub), die ihnen nahe kommt, anziehen, so dass sich eine Akkretionsscheibe bildet, welche wegen der hohen Energien leuchtet - gerne auch im Röntgenbereich.
Ein stellares Schwarzes Loch ist ein Gravitationszentrum wie jeder andere Stern auch, dessen Wirkung von seiner Masse abhängt. Ein SL mit 10 Sonnenmassen hat dieselbe Gravitationswirkung wie ein Hauptreihenstern mit 10 Sonnenmassen. Für die Bahn eines Planeten macht es keinen Unterschied.
Aber: Dem Schwerpunkt eines SLs könnte man sich auf viel geringere Entfernung nähern, wo man bei dem Stern längst in die glühende Materie eingedrungen wäre. Dort erst passieren die exotischen Dinge, die man aus der allgemeinen Relativitätstheorie kennt. Die Materie, die ggf. einem anderen Stern entkommt, kann einem SL also sehr nah kommen und auf bis zu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, dabei auf einer Kreisbahn sein und enorme Strahlung abgeben. Dadurch bremst sie ab und fällt weiter herunter, bis sie innerhalb des Schwarzschild-Radius’ verschwindet.
Ein Stern würde solche Materie völlig unauffällig in viel größerer Entfernung zu seinem Zentrum, nämlich auf seiner Oberfläche, absorbieren, wenn er sie nicht vorher schon mit seinem „Sonnenwind“ wegbläst.
Mehrfach erwähnt: Masse der Sternenleiche - das ist jedoch
nicht die ursprüngliche Sternmasse!
Ein Überblick, wie Sterne so viel Masse verlieren:
Ablauf:
Nur bei Sternen mit \(m > 8 m_{So}\).
Ablauf:
Inzwischen können die Neutrinos die Stoßwelle durchdringen und fliegen, ebenso wie Röntgenstrahlung, mit so gut wie Lichtgeschwindigkeit in das All. Dadurch künden sie noch vor dem sichtbaren Licht eine Supernova dem entfernten Beobachter an \((\Delta t \approx einige\ Stunden\ bei\ vielen\ Mio\ Lj)\).
Die Neutrinos transportieren den größten Teil der freigesetzten Energie des Kernkollapses hinaus.
Supernova strahlen für einige Monate so hell wie eine ganze Galaxie. (Manchmal wochenlang hell leuchtend am Taghimmel zu sehen.) Energiequelle: hohe Temperaturen und radioaktiver Zerfall der Produkte (Zerfallsreihen).
Bei einer Supernova vom Typ II bleibt ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch, lange Zeit umgeben von einem Nebel, übrig.
Supernovae sind (innerhalb unserer eigenen Galaxie) extrem seltene Ereignisse. Aufgrund ihrer Helligkeit registriert man sie aber auch in anderen Galaxien. Die Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke, unserer nächsten Nachbargalaxie, bot hervorragende Möglichkeiten, ein solches Ereignis „aus nächster Nähe“ (163 000 Lichtjahre) zu erforschen.
Agentjoerg, public domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schalenbrennen.jpg↩︎
Mysid, CC BY-SA 3.0, https://en.m.wikipedia.org/wiki/File:Pulsar_schematic.svg↩︎
(NASA, ESA and A. Feild (STScI); vectorisation by chris 論), CC BY-SA 3.0, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Progenitor_IA_supernova.svg mit toten Links zur Originalquelle↩︎
Illustration by R.J. Hall. Redrawn in Inkscape by Magasjukur2, CC BY-SA 3.0, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Core_collapse_scenario.svg↩︎
Illustration by R.J. Hall. Redrawn in Inkscape by Magasjukur2, CC BY-SA 3.0, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Core_collapse_scenario.svg↩︎
NASA, public domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:NGC6543.jpg↩︎
NASA, public domain, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Catseye-big.jpg↩︎
Laut Seite 9 der Präsentation in https://slideplayer.org/slide/666764/ ist der Autor Dr. R. Freund, archivierte Homepage (ohne die Abbildung dort zu finden): https://web.archive.org/web/20221006224141/https://www.drfreund.net/↩︎